Auf Instagram sehen einen Bruchteil deiner Follower, was du postest – wie viele, entscheidet der Algorithmus. Eine E-Mail landet bei allen, die zugestimmt haben. Das ist der ganze Unterschied, und er ist größer, als es klingt.
Dazu kommt: Wer dir seine Adresse gibt, hat eine Entscheidung getroffen. Das ist eine andere Qualität als ein Klick auf „Folgen“.
Für wen sich das rechnet
Ja, wenn du wiederkehrende Anlässe hast: die Ordination mit Impfaktionen und Urlaubszeiten. Der Verein mit Terminen. Der Betrieb mit Saison – Winterservice, Frühjahrscheck, Weihnachtsangebot. Der Imker mit der neuen Ernte.
Eher nein, wenn du einmalige Großaufträge machst, die ein Kunde alle fünfzehn Jahre vergibt. Da ist die Energie in Google-Sichtbarkeit und Empfehlungen besser angelegt.
Was Newsletter kaputt macht
Unregelmäßigkeit ist der Hauptgrund, warum Newsletter scheitern – nicht schlechte Texte. Wer nach acht Monaten Pause wieder auftaucht, wird nicht mehr wiedererkannt und als Spam markiert.
Der zweite Grund: nur senden, wenn man etwas verkaufen will. Wenn jede Mail ein Angebot ist, meldet sich die Liste ab. Was funktioniert, ist der Mix – ein fertiges Projekt zeigen, einen Tipp geben, erzählen, was gerade in der Werkstatt steht, und dann auch mal ein Angebot.
Und der dritte: eine Betreffzeile, die nichts sagt. „Newsletter 04/2026“ öffnet niemand.
Was das für dich heißt
Nimm dir vor, was du sicher schaffst. Vier Mails im Jahr, verlässlich, sind wertvoller als ein monatlicher Plan, der im März stirbt. Schreib sie so, wie du mit einem Kunden am Tresen reden würdest.
Technisch: ein EU-Anbieter wie Brevo, Double-Opt-In eingeschaltet, AVV abgeschlossen, die Absender-Einträge in der Domain hinterlegt. Dann sammelst du ab heute Adressen – und in zwei Jahren hast du eine Liste, die dir gehört, egal was mit deinen Social-Media-Konten passiert.
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