Häufige Fragen

Klare Antworten.
Kein Fachjargon.

Alles, was Kunden vor, während und nach einem Website-Projekt fragen – ehrlich und verständlich beantwortet.

DSGVO & Datenschutz

Was ist die DSGVO und gilt sie für meine Website?
Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist seit Mai 2018 EU-weit gültig und regelt, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden dürfen. Ja, sie gilt für jede Website – auch für kleine Unternehmen, Vereine und Selbstständige in Österreich. Wer eine Website betreibt, erfasst automatisch Daten (z.B. IP-Adressen beim Seitenaufruf) und muss darüber in einer Datenschutzerklärung informieren. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 20 Millionen Euro oder 4 % des weltweiten Jahresumsatzes geahndet werden.
Was passiert, wenn meine Website nicht DSGVO-konform ist?
Es drohen Behördenbußgelder durch die Österreichische Datenschutzbehörde (DSB), Schadensersatzforderungen betroffener Nutzer sowie – je nach Verstoß – Abmahnungen durch Mitbewerber. In der Praxis wurden österreichische Unternehmen mit Forderungen um die 190 Euro (100 € Schadensersatz + 90 € Anwaltskosten) konfrontiert – oft für kleine technische Fehler wie das Laden von Google Fonts über externe Server.
Warum sind Google Fonts ein DSGVO-Problem?
Wenn eine Website Google Fonts direkt von den Google-Servern lädt, wird dabei automatisch die IP-Adresse des Besuchers an Google (USA) übermittelt – ohne dessen Einwilligung. Da die USA als datenschutzrechtlich unsicheres Drittland gelten, ist diese Übertragung ohne Zustimmung rechtswidrig. Im Sommer 2022 erhielten Tausende österreichische Unternehmen kostenpflichtige Abmahnungen deswegen. Das Landesgericht Wien stellte zwar 2025 klar, dass systematische Massenabmahnungen rechtsmissbräuchlich sind – das grundsätzliche DSGVO-Problem bleibt aber bestehen. Lösung: Webfonts lokal hosten, wie ich es standardmäßig tue.
Was sind lokale Webfonts und warum sind sie besser?
Bei lokalen Webfonts werden die Schriftarten direkt vom eigenen Server ausgeliefert – es wird keine Verbindung zu Google oder anderen Drittanbietern aufgebaut. Das ist DSGVO-konform, schneller (kein externer Request), und funktioniert auch offline oder in Netzwerken, in denen externe Abrufe geblockt sind. Alle meine Websites nutzen ausschließlich lokal gehostete Schriften – ohne Ausnahme.
Brauche ich einen Cookie-Banner?
Nur wenn du nicht-notwendige Cookies setzt – z.B. für Google Analytics, Facebook Pixel oder ähnliche Tracking-Tools. Websites, die ausschließlich technisch notwendige Cookies nutzen (oder gar keine), benötigen keinen Cookie-Banner. Ich baue Websites bewusst ohne unnötige Tracking-Tools – das spart den nervigen Banner, verbessert die Ladezeit und ist DSGVO-konform. Auf raudner.org selbst gibt es keinen Cookie-Banner, weil er schlicht nicht nötig ist.
Was ist ein AVV (Auftragsverarbeitungsvertrag) und brauche ich einen?
Ein AVV ist ein gesetzlich vorgeschriebener Vertrag gemäß Art. 28 DSGVO, den du mit jedem Dienstleister abschließen musst, der in deinem Auftrag personenbezogene Daten verarbeitet – z.B. ein Webdesigner, ein Hosting-Anbieter oder ein E-Mail-Tool. Ja, du brauchst einen, wenn externe Dienste Daten deiner Nutzer verarbeiten. Ich stelle meinen Kunden auf Anfrage einen AVV zur Verfügung.

EU-Hosting & Datensicherheit

Warum ist EU-Hosting so wichtig?
Wenn deine Website auf US-amerikanischen Servern gehostet wird (z.B. AWS, Vercel, Cloudflare in den USA), können US-Behörden auf Basis des CLOUD Act jederzeit auf diese Daten zugreifen – auch ohne richterlichen Beschluss aus der EU. Der EU-US Data Privacy Framework bietet zwar derzeit einen Rechtsrahmen, ist aber politisch fragil. Hosting in Österreich oder der EU unterliegt ausschließlich europäischem Datenschutzrecht – robuster, rechtssicherer und für deine Kunden ein echtes Qualitätsmerkmal.
Was ist World4You und warum setze ich darauf?
World4You Internet Services GmbH ist ein österreichischer Hosting-Anbieter mit Sitz in Linz. Alle Server stehen in Österreich – damit bleiben sämtliche Daten im EU-Rechtsraum. Als österreichisches Unternehmen unterliegt World4You österreichischem und europäischem Datenschutzrecht. Für mich als Webdesigner für österreichische KMU ist das der logische Standard: lokales Unternehmen, österreichische Server, saubere DSGVO-Lage.
Was ist Schrems und was hat das mit meiner Website zu tun?
Max Schrems ist ein österreichischer Datenschutzaktivist, der zweimal erfolgreich Abkommen zur Datenübermittlung in die USA vor dem EuGH zu Fall gebracht hat – Schrems I (2015) und Schrems II (2020). Das aktuelle EU-US Data Privacy Framework (2023) gilt als fragil und könnte durch ein Schrems III-Urteil erneut gekippt werden. Für Website-Betreiber bedeutet das: Dienste, die Daten in die USA übertragen (Google Analytics, US-Hosting etc.), könnten kurzfristig rechtswidrig werden. EU-Hosting ist die einzige nachhaltig sichere Lösung.
Wo werden die Daten meiner Website-Besucher gespeichert?
Bei meinen Standard-Projekten ausschließlich auf österreichischen Servern bei World4You – keine Datenübertragung in die USA oder andere Drittstaaten. Das Kontaktformular nutzt Formspree (USA) mit Standardvertragsklauseln; auf Wunsch kann ich auch ein EU-basiertes Formular-Tool einsetzen. Ich informiere dich bei jedem eingesetzten Drittanbieter transparent über den Datenspeicherort.

Technik & Performance

Warum sind Ladezeiten so wichtig?
53 % der mobilen Nutzer verlassen eine Website, die länger als 3 Sekunden lädt (Google). Außerdem ist die Ladegeschwindigkeit ein direkter Google-Rankingfaktor – eine langsame Website wird in den Suchergebnissen nach hinten verdrängt. Jede Sekunde Ladezeit kostet Besucher, Anfragen und Umsatz. Meine Websites basieren auf statischem HTML ohne aufgeblähtes CMS – das macht sie messbar schneller als WordPress-Seiten.
Was bedeutet „Mobile-First"?
Über 60 % aller Website-Besuche kommen heute vom Smartphone. „Mobile-First" bedeutet: Die Website wird zuerst für das Smartphone entworfen und dann für Desktop erweitert – nicht umgekehrt. Google bewertet Websites nach ihrer mobilen Version (Mobile-First-Indexierung). Eine Seite, die am Desktop gut aussieht aber am Handy holprig wirkt, verliert Rankings und Kunden.
Was ist Barrierefreiheit (WCAG) und brauche ich das?
Die WCAG (Web Content Accessibility Guidelines) sind internationale Standards, die sicherstellen dass Websites auch von Menschen mit Einschränkungen nutzbar sind (z.B. Sehbehinderungen, motorische Einschränkungen). Das österreichische Barrierefreiheitsgesetz (BaFG) verpflichtet ab Juni 2025 viele Unternehmen zu WCAG 2.1 Level AA-Konformität. Für Ordinationen und Gesundheitseinrichtungen ist Barrierefreiheit besonders relevant – und auch ein Qualitätsmerkmal gegenüber Patienten.
WordPress, statische Website oder Baukasten – was ist der Unterschied?
Baukästen (Wix, Jimdo, Squarespace): Schnell und günstig, aber generische Templates, schwache Performance, Vendor Lock-in (du bist abhängig vom Anbieter), begrenzte DSGVO-Kontrolle und monatliche Abo-Kosten auf ewig.

WordPress: Sehr verbreitet, aber schwer, langsam (wenn nicht professionell konfiguriert), ständige Plugin-Updates nötig, Sicherheitslücken durch veraltete Plugins, oft aufgebläht.

Individuell gebaut (mein Ansatz): Je nach Projekt setze ich auf verschiedene Tools – für maximale Performance und Sicherheit ohne CMS-Overhead, oder auf Webflow bzw. Framer wenn der Kunde Inhalte selbst pflegen möchte. Kein generisches Template, keine unnötigen Abhängigkeiten – die Plattform wird nach den Anforderungen des Projekts gewählt, nicht umgekehrt.

SEO & Google-Sichtbarkeit

Was ist SEO und warum ist es für mein Unternehmen wichtig?
SEO (Search Engine Optimization) bezeichnet alle Maßnahmen, die dafür sorgen, dass deine Website bei Google möglichst weit oben erscheint. 97 % der Menschen suchen online nach lokalen Unternehmen, bevor sie Kontakt aufnehmen. Eine Website, die bei relevanten Suchen nicht erscheint, existiert für diese potenziellen Kunden de facto nicht. Gute SEO bringt dauerhaft und kostenlos qualifizierte Besucher – im Gegensatz zu bezahlter Werbung.
Was ist Local SEO und wie profitiere ich davon?
Local SEO optimiert deine Sichtbarkeit für geografisch relevante Suchen – z.B. „Installateur Voitsberg" oder „Arzt Köflach". Google zeigt dabei bevorzugt das Local Pack (die Karte mit 3 Einträgen) ganz oben. Wer dort erscheint, gewinnt. Ich optimiere dein Google Business Profil, sorge für konsistente NAP-Daten (Name, Adresse, Telefon) und verankere lokale Keywords strategisch in der Website-Struktur.
Hilft mir eine schnelle Website wirklich beim Google-Ranking?
Ja, direkt. Google verwendet die sogenannten Core Web Vitals als Rankingfaktor – dabei werden Ladezeit (LCP), Interaktivität (INP) und visuelle Stabilität (CLS) bewertet. Websites, die diese Werte nicht erreichen, werden im Ranking abgewertet. Meine statischen Astro-Websites erzielen regelmäßig Lighthouse-Scores über 95/100 – ein klarer Vorteil gegenüber schwerfälligen CMS-Systemen.

Zusammenarbeit & Ablauf

Wie lange dauert ein Website-Projekt?
Eine typische Business-Website ist in 3–6 Wochen fertig – von Erstgespräch bis Launch. Der größte Einflussfaktor ist, wie schnell du Texte, Fotos und Infos liefern kannst. Ich mache den Prozess so einfach wie möglich: klare Checklisten, persönliche Begleitung, keine langen Wartezeiten.
Kann ich meine Website nach dem Launch selbst bearbeiten?
Das kommt auf deine Bedürfnisse an. Für Inhalte, die sich selten ändern (Öffnungszeiten, Texte, Bilder), kümmere ich mich im Rahmen der laufenden Betreuung schnell und unkompliziert darum. Wenn du selbst regelmäßig Inhalte aktualisieren möchtest – z.B. News, Termine oder Blogbeiträge – baue ich die Website über Webflow oder Framer. Beide Plattformen bieten einen intuitiven visuellen Editor, sodass du ohne technisches Wissen selbst Änderungen vornehmen kannst. Das besprechen wir im Erstgespräch.
Was passiert nach dem Launch – brauche ich laufende Wartung?
Statische Websites brauchen keine laufenden Plugin-Updates oder Sicherheits-Patches wie WordPress. Trotzdem empfehle ich ein Betreuungspaket für inhaltliche Änderungen, technische Anpassungen, Monitoring und die jährliche Überprüfung der Datenschutzerklärung. Das gibt dir Sicherheit, ohne selbst technisch aktiv zu sein.
Ich habe schon eine Website – lohnt sich ein Neuaufbau?
In vielen Fällen ja. Wenn deine aktuelle Website langsam lädt, am Handy schlecht aussieht, DSGVO-Risiken hat oder kaum Anfragen bringt, ist ein Neuaufbau oft günstiger als eine aufwändige Reparatur. Schick mir die URL – ich analysiere sie kostenlos und sage dir ehrlich, ob ein Neuaufbau sinnvoll ist oder ob kleinere Anpassungen reichen.

Noch eine Frage offen?

Ich antworte in der Regel innerhalb von 24 Stunden – persönlich, ohne Verkaufsdruck.

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