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Lizenzfreie Musik

„Lizenzfrei“ heißt nicht gratis. Gemeint ist meist royalty-free: Du zahlst einmal für die Lizenz statt laufend pro Nutzung. Ohne Lizenz gibt es keine Musik, die man einfach so verwenden darf – „im Internet gefunden“ ist keine Rechtsgrundlage.

Der Begriff führt in die Irre, und zwar bei fast allen. „Lizenzfrei“ klingt nach „frei von Lizenzen“, also nach: darf jeder nehmen. Gemeint ist aber das englische royalty-free – frei von laufenden Tantiemen. Du zahlst einmal für die Nutzungsrechte und musst danach nicht pro Abspielvorgang abrechnen. Eine Lizenz brauchst du trotzdem, und meistens kostet sie Geld.

An einem Musikstück hängen mehrere Rechte gleichzeitig: die Komposition, der Text, die konkrete Aufnahme. Deshalb reicht es nicht, „das Lied“ zu lizenzieren – es kommt darauf an, wofür und wo du es verwendest.

Die drei Situationen, die im Betrieb vorkommen

Musik im Geschäft, in der Werkstatt, im Warteraum. Das ist öffentliche Wiedergabe. Dafür ist in Österreich die AKM zuständig, dazu kommt je nach Fall die austro mechana. Radio läuft nicht einfach „so nebenbei“ – auch dafür braucht es eine Meldung.

Musik in deinem Werbevideo oder auf der Website. Hier brauchst du eine Lizenz, die kommerzielle Nutzung ausdrücklich abdeckt. Anbieter wie Epidemic Sound, Artlist oder ähnliche Bibliotheken verkaufen genau das – im Abo, mit klaren Bedingungen. Lies dort nach, ob Werbung und Social Media enthalten sind, das unterscheidet sich je nach Tarif.

Musik in deinem Social-Media-Beitrag. Das ist ein eigener Fall mit eigenen Regeln – dazu steht mehr unter Musik auf TikTok und Instagram.

Der teure Irrtum

„Ich habe es aus einem YouTube-Video mit dem Vermerk no copyright.“ Solche Vermerke sind keine Lizenz, sondern die Behauptung eines Fremden. Wenn der Rechteinhaber sich meldet, hilft dir das nicht. Genauso wenig hilft, die Quelle anzugeben – Urheberrecht funktioniert nicht über Namensnennung, sondern über Erlaubnis.

Was das für dich heißt

Für die Werkstatt: Klär deine AKM-Situation, das ist ein Anruf. Für Videos: Nimm eine bezahlte Bibliothek und heb die Lizenzbestätigung auf – als PDF, mit Datum, im selben Ordner wie deine AVVs. Sie ist im Zweifel dein Nachweis, und ein Abo kostet weniger als der erste Brief eines Anwalts.