Kurzfassung: „Ich hab eh genug Arbeit, ich brauch keine Website.“ Diesen Satz höre ich oft, und er ist ehrlich gemeint. Das Problem: Die Aufträge, die dir ohne Website entgehen, tauchen in keiner Buchhaltung auf. Man verliert sie unsichtbar – und merkt es erst, wenn die Empfehlungs-Generation in Pension geht.
Die Empfehlung wird heute nachgeprüft
So funktioniert Auftragsvergabe am Land seit jeher: Der Nachbar empfiehlt dich, man ruft an, passt. Diese Maschine läuft noch – aber sie hat ein neues Zahnrad bekommen.
Wer heute einen Namen empfohlen bekommt, googelt ihn zuerst. Nicht aus Misstrauen, sondern aus Gewohnheit: Man will kurz sehen, was der Betrieb macht, wie das Gearbeitete aussieht, wie man ihn erreicht. Findet die Suche nichts – oder nur einen verwaisten Telefonbucheintrag –, passiert eines von zwei Dingen: Der Entschlossene ruft trotzdem an. Der Unentschlossene nimmt den zweiten empfohlenen Namen, den mit den Fotos der fertigen Bäder.
Du erfährst von diesem zweiten Fall nie etwas. Genau das macht ihn so teuer.
Rechnen wir kurz
Nehmen wir vorsichtig an, dir entgeht auf diese Weise ein Auftrag im Monat. Bei einem durchschnittlichen Handwerksauftrag – sagen wir ein paar tausend Euro – reden wir übers Jahr von einer Summe, für die man ein sehr gutes Gebrauchtauto bekommt. Jedes Jahr.
Dagegen steht eine Website, die einmalig so viel kostet wie ein mittlerer Reparaturauftrag und danach für ein paar Euro Hosting im Monat läuft. Die Rechnung muss man nicht schönreden – sie geht von selbst auf.
Und sie betrifft nicht nur Aufträge: Auch Lehrlinge und Gesellen googeln, bevor sie sich bewerben. Ein Betrieb, der digital nicht existiert, wirkt auf einen Sechzehnjährigen wie ein Betrieb, den es bald nicht mehr gibt. Beim Thema Nachfolge gilt dasselbe.
„Ich hab eh Facebook“
Besser als nichts – aber die Seite gehört Meta, nicht dir. Der Algorithmus entscheidet, wer deine Beiträge sieht; ein gesperrtes Konto nimmt dir über Nacht alles; und wer nicht bei Facebook ist, sieht gar nichts. Die ausführliche Abwägung steht im Lexikon unter Social Media oder eigene Website. Kurzform: Social Media ist die Einladung, die eigene Website der Ort, an dem der Handschlag passiert.
Was ein Handwerksbetrieb wirklich braucht
Keine zwanzig Unterseiten. Keine Animationen. Sondern:
- Eine Seite, die in Sekunden sagt, was du machst und wo. „Tischlerei in Köflach – Möbel nach Maß, Fenster, Türen.“ Fertig ist die halbe Miete.
- Fotos echter Aufträge. Das fertige Stiegengeländer überzeugt mehr als jeder Werbetext. Handyfotos von der Baustelle reichen oft – Hauptsache echt.
- Ein Anfrage-Weg, der zu dir passt. Du stehst in der Werkstatt, nicht am Telefon. Ein Formular, das vorab abfragt, worum es geht – oder gleich WhatsApp.
- Ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil. Damit du auf der Karte stehst, wenn im Umkreis gesucht wird. Kostenlos, eine Stunde Arbeit, größter Hebel überhaupt.
Das ist bewusst kurz. Eine kleine, ehrliche Website, die es gibt, schlägt die große, die nie fertig wird.
Was das für dich heißt
Mach den Test, er dauert zwei Minuten: Googel dein Gewerk plus deinen Ort – so, wie es jemand täte, der dich empfohlen bekommen hat. Was findest du? Und was findet der Unentschlossene, der dich noch nicht kennt?
Wenn dir das Ergebnis nicht gefällt: Melde dich. Wir reden über deinen Betrieb, nicht über Technik – und du bekommst vorher einen Festpreis, wie bei einem ordentlichen Kostenvoranschlag. Was eine Handwerker-Website bei mir kann und kostet, steht unter Websites für Handwerksbetriebe.
Foto von Nick Karvounis auf Unsplash
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