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SSL-Zertifikat und HTTPS

Ein SSL-Zertifikat verschlüsselt die Verbindung zwischen Besucher und Website – erkennbar am https:// in der Adresszeile. Ohne warnen Browser offen vor deiner Seite. Es kostet heute in der Regel nichts und ist bei jedem seriösen Hoster dabei.

Ohne Verschlüsselung wandert alles, was zwischen Besucher und Website hin- und hergeht, im Klartext durchs Netz – auch das, was jemand in dein Kontaktformular tippt. Ein SSL-Zertifikat sorgt dafür, dass diese Verbindung verschlüsselt ist. Sichtbar wird das am https:// und, je nach Browser, an einem kleinen Schloss.

Fehlt es, bleibt das nicht unbemerkt: Chrome, Safari und Firefox zeigen bei Formularen auf unverschlüsselten Seiten eine deutliche Warnung an. „Nicht sicher“ neben deinem Firmennamen erklärt sich schlecht.

Kostet das etwas?

In den allermeisten Fällen nein. Über Let’s Encrypt gibt es kostenlose Zertifikate, die sich automatisch erneuern, und jeder halbwegs zeitgemäße Hoster hat das eingebaut. Wenn dir jemand ein Zertifikat für 200 Euro im Jahr verkaufen will, frag nach, was es besser kann – bei einer normalen Firmen-Website ist die Antwort: nichts, was du merkst.

Teurere Zertifikate prüfen zusätzlich, ob es dein Unternehmen wirklich gibt. Das ist ein Thema für Banken und Shops mit Zahlungsverkehr, nicht für die Tischlerei-Website.

Der Fehler, der öfter vorkommt als das fehlende Zertifikat

Zertifikat da, aber die Seite lädt einzelne Bilder oder Schriften weiterhin unverschlüsselt. Dann bleibt das Schloss aus oder wird durchgestrichen, obwohl technisch alles vorhanden wäre. Das nennt sich Mixed Content und ist meist ein Überbleibsel aus einem Umzug.

Was das für dich heißt

Ruf deine Seite einmal ohne www und einmal mit auf, dazu einmal mit http:// davor. Alle Varianten müssen bei der verschlüsselten Adresse landen, ohne Warnung. Wenn eine davon eine Fehlermeldung wirft, ist das in zehn Minuten repariert – aber es merkt sonst niemand außer deinen Besuchern, und die sagen es dir nicht.