Deine Website besteht aus Dateien: Texte, Bilder, Layout. Diese Dateien müssen auf einem Computer liegen, der rund um die Uhr im Netz erreichbar ist. Genau das ist Hosting – du mietest Platz auf so einem Rechner, und wenn jemand deine Adresse aufruft, schickt er die Seite zurück.
Die gängigen Varianten:
- Shared Hosting – viele Websites teilen sich einen Server. Günstig, für die allermeisten Betriebe völlig ausreichend.
- VPS oder eigener Server – du bekommst eine abgetrennte Maschine für dich. Mehr Kontrolle, mehr Verantwortung, mehr Kosten. Nötig, wenn eigene Anwendungen laufen sollen.
- Baukasten-Hosting – bei Wix, Jimdo und Co. ist das Hosting im Abo drin. Bequem, aber du kannst nicht wechseln, ohne die Seite neu zu bauen.
Was gutes Hosting ausmacht
Nicht der Preis. Entscheidend sind drei Dinge: Geschwindigkeit (wie schnell antwortet der Server), Erreichbarkeit (wie oft ist er weg) und Backups (was passiert, wenn etwas kaputtgeht). Dazu kommt bei uns in Europa die Frage, wo die Server physisch stehen – das entscheidet mit, wie einfach die DSGVO-Seite der Sache wird.
Ein Punkt, der in Angeboten gerne untergeht: E-Mail-Postfächer hängen meistens am Hosting-Paket. Wenn du den Anbieter wechselst, wechseln auch deine Postfächer mit – und wenn das schlecht vorbereitet ist, sind alte Mails weg. Das ist der Teil, der bei einem Umzug regelmäßig weh tut, nicht die Website selbst.
Zum Standort: Es gibt etablierte österreichische Anbieter mit Servern im Land – World4You, easyname und andere. Für einen Betrieb hierzulande ist das die unkomplizierteste Wahl, auch rechtlich; warum, steht unter EU-Hosting. Wichtiger als die Fahne am Rechenzentrum sind aber die drei Punkte oben – ein schlecht geführtes Paket in Österreich hilft dir weniger als ein gutes in Deutschland.
Was das für dich heißt
Du brauchst kein teures Paket. Du brauchst eines, bei dem du weißt, wer es zahlt, wer die Zugangsdaten hat und ob Backups laufen. Wenn du auf diese drei Fragen keine Antwort hast, ist das der eigentliche Handlungsbedarf – nicht die Frage, ob 5 oder 15 Euro im Monat.
Und bevor du irgendwo kündigst: Erst klären, was mit den E-Mail-Postfächern passiert. Eine Website ist in ein paar Stunden umgezogen. Zehn Jahre Mail-Verlauf nicht.
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