Deine Domain ist ein Name, der Server dahinter hat eine Nummer. DNS ist der Dienst, der das eine ins andere übersetzt. Tippt jemand deine Adresse ein, fragt sein Gerät im Hintergrund: „Wo liegt das?“ – und bekommt die Nummer zurück. Dann erst wird die Seite geladen.
Die Einträge, die im Alltag vorkommen:
- A-Record – zeigt auf den Server, auf dem die Website liegt
- MX-Record – bestimmt, wohin E-Mails an deine Adresse gehen
- CNAME – leitet einen Namen auf einen anderen um, etwa
wwwauf die Hauptadresse - TXT – Textfelder, unter anderem für den Spamschutz deiner Mails
Diese Einträge verwaltest du dort, wo die Nameserver deiner Domain hinzeigen. Das kann dein Domain-Anbieter sein oder dein Hoster – und genau da entsteht die Verwirrung, wenn drei Firmen im Spiel sind und niemand mehr weiß, wo geschraubt wird.
Warum Änderungen dauern
DNS-Antworten werden zwischengespeichert, damit nicht bei jedem Klick nachgefragt werden muss. Wie lange, legt die TTL fest – oft ein paar Stunden. Änderst du einen Eintrag, sehen manche Leute sofort die neue Seite, andere noch einen halben Tag lang die alte. Das ist kein Fehler, sondern eingebaut.
Der heikle Teil sind die MX-Einträge. Wer beim Umzug nur an die Website denkt und die Mail-Einträge falsch setzt, verliert Nachrichten – die kommen nicht mit Verspätung, die kommen gar nicht.
Was das für dich heißt
Merk dir vor allem eines: Wenn ein Umzug ansteht, wird er auf einen Zeitpunkt gelegt, an dem ein paar Stunden Unschärfe egal sind – nicht Freitagnachmittag vor deiner Messewoche. Und die Zugangsdaten zur DNS-Verwaltung gehören zu den Dingen, die du selbst haben solltest, auch wenn du sie nie anfasst. Ohne sie ist jeder Wechsel blockiert, bis dir jemand anderer die Tür aufmacht.