Es gibt drei Arten, wie eine Website verschwindet: Jemand löscht versehentlich etwas. Ein Update oder ein Plugin zerlegt die Seite. Oder jemand von außen übernimmt sie. Alle drei kommen vor, keiner davon kündigt sich an.
Ein Backup ist die Antwort darauf – aber nur, wenn es drei Bedingungen erfüllt:
- Es liegt woanders. Eine Sicherung auf demselben Server ist keine. Wenn der Server weg ist, ist sie es auch.
- Es ist aktuell genug. Die Frage lautet: Wie viel Arbeit darf verloren gehen? Bei einer Seite, die sich selten ändert, reicht wöchentlich. Bei einem Shop nicht.
- Es wurde schon einmal zurückgespielt. Das ist der Punkt, an dem die meisten Backup-Konzepte scheitern – niemand hat je geprüft, ob die Dateien brauchbar sind.
Was oft vergessen wird
Die Website ist selten das Wertvollste. Wertvoller sind die E-Mail-Postfächer – zehn Jahre Korrespondenz, Angebote, Zusagen. Wer nur den Webspace sichert, hat im Ernstfall die Seite zurück und die Geschäftsgrundlage verloren.
Ebenso: Adressen aus dem Newsletter-Tool, Bilder in Originalgröße, Zugangsdaten. Und der unspektakulärste Fall von allen – dein Handy, auf dem die Fotos vom fertigen Projekt liegen, die es sonst nirgends gibt.
Was das für dich heißt
Beantworte diese drei Fragen. Wenn du bei einer stockst, weißt du, was zu tun ist:
- Wer macht meine Sicherungen und wie oft?
- Wie alt ist die neueste – Stunden, Tage oder Wochen?
- Wen rufe ich an, wenn morgen früh nichts mehr da ist?
Bei meinen Projekten liegt der komplette Seiteninhalt in einer Versionsverwaltung – jede Änderung ist nachvollziehbar und jeder frühere Stand wiederherstellbar. Das ersetzt kein Backup deiner Postfächer, deckt aber den Teil ab, an dem sonst am meisten Arbeit hängt.
Passt dazu