„Wir haben keinen Online-Shop, wozu brauchen wir einen Newsletter?”
Den Satz höre ich oft. Und ich verstehe ihn – Newsletter klingen nach großen Unternehmen, nach Marketing-Abteilungen, nach Aufwand den man nicht hat.
Die Realität sieht anders aus.
Warum E-Mail anders ist als Social Media
Wenn du auf Instagram einen Beitrag postest, sehen ihn vielleicht 5–10 % deiner Follower. Nicht weil der Rest kein Interesse hat – sondern weil ein Algorithmus entscheidet, wer was zu Gesicht bekommt. Und dieser Algorithmus ändert sich laufend.
Eine E-Mail landet im Postfach. Bei jedem, der sie abonniert hat. Kein Algorithmus, kein Zufall.
Das bedeutet: Wenn du 200 Abonnenten hast und eine E-Mail schickst, erreichen dich diese 200 Menschen – ohne einen Cent für Werbung auszugeben.
Was ein kleiner Betrieb konkret damit macht
Ein Buschenschank im Schilcherland schickt dreimal im Jahr eine E-Mail: Aufsperrtag im Frühling, Heuriger-Beginn im Sommer, Adventausschank. Wer einmal dort war und sich eingetragen hat, bekommt Bescheid – und kommt wieder.
Ein Handwerksbetrieb erinnert im Frühjahr an die Wartungsinspektion, schickt im Herbst einen Hinweis auf das nächste Saisonangebot. Kunden, die schon einmal bei dir waren, sind die leichtesten Neukunden.
Eine Ordination informiert Patienten über neue Leistungen, Urlaubsvertretungen oder Impftermine – ohne dass jeder einzeln angerufen werden muss.
Was es kostet – und was nicht
Das Setup (Tool einrichten, Anmeldeformular, Bestätigungs-E-Mail) ist eine einmalige Sache. Danach braucht es nur Zeit zum Schreiben.
Brevo, das Tool das ich empfehle, ist bis 300 Kontakte komplett kostenlos. Kein Abo, kein Kleingedrucktes. Und weil Brevo europäische Server nutzt, gibt es keine DSGVO-Kopfschmerzen.
Was es nicht ist
Ein Newsletter ist kein Verkaufskanal im aggressiven Sinn. Die E-Mails die gelesen werden, haben einen echten Informationswert – eine Neuigkeit, ein Tipp, eine Ankündigung. Wer nur Angebote schickt, wird abgemeldet.
Das bedeutet auch: Man muss nicht jeden Monat etwas schreiben. Zweimal im Jahr mit echtem Inhalt ist besser als monatliche Pflichtübungen.
Für wen es sich lohnt
- Du hast Stammkunden, die du hin und wieder informieren möchtest
- Dein Betrieb hat saisonale Angebote oder Termine
- Du willst ohne Werbebudget in Kontakt bleiben
Für wen es sich nicht lohnt: Wer keine Bestandskunden hat und rein auf Neukunden-Akquise setzt. Da sind andere Maßnahmen sinnvoller.
Wenn du wissen willst, ob ein Newsletter für deinen Betrieb Sinn macht – und wie einfach die Einrichtung wirklich ist – schreib mir direkt oder schau dir an, was ich beim E-Mail-Marketing-Setup alles erledige.
Foto von Stephen Phillips - Hostreviews.co.uk auf Unsplash
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